Rundschreiben 10/2003


Sehr geehrte(r) Modellbahnfreund(in),
sehr geehrte(r) Kunde/in,

es ist keine

Postalgie

wenn wir auch im August und September unsere Pakete noch mit

DHL

verschickt haben, bzw. verschicken. Nachdem aber offensichtlich keine Mitarbeiterin und kein Mitarbeiter dieses ehemals staatlichen Paketdienstes die Vertragsbedingungen kennt, die die Deutsche Post AG in ihrem Kleingedruckten aufgeführt hat, fehlte der uns zum 1.August 2003 ausgesprochenen Vertragskündigung lediglich die verbindlich vorgeschriebene Form zur Rechtsgültigkeit. Aus diesem Grund werden wir bis Ende September noch zu den alten Bedingungen mit der Deutschen Post AG/DHL versenden.

Ab 1. Oktober 2003 werden wir " quasi auf dringenden Wunsch von DHL " dann endgültig unseren Vertragspaketdienst für das Inland wechseln. Nicht betroffen sind bis auf weiters Auslandspakete.

In den letzten Wochen haben wir zum Thema "Paketdienst" zahlreiche Rückmeldungen von unseren Kunden erhalten. In diesen Rückmeldungen wurde die Trennung von Deutsche Post AG/DHL genauso oft begrüßt, wie bedauert. Zu sämtlichen anderen möglichen Paketdiensten erhielten wir ebenfalls nahezu gleich viele positive, wie negative Erfahrungsberichte. Da die Auswahl des richtigen Paketdienstes für uns durchaus von essentieller Bedeutung ist, haben wir uns die Wahl nicht leicht gemacht. Ausschlaggebend für den Zuschlag an GLS/GPS war letztendlich nicht so sehr der Preis, wie vielmehr die Tatsache, daß seit über einem Jahr alle Deutschland-Pakete, die über US-Mail aufgegeben werden (z.B. Microtrains, Kadee) in Deutschland nicht mehr von der Post zugestellt werden, sondern durch GLS/GPS. Der Grund für diese auf den ersten Blick vielleicht überraschende Tatsache liegt darin, daß GLS/GPS vertraglich garantiert zu jedem Zeitpunkt den aktuellen Aufenthaltsort eines Paketes mitteilen zu können. Die Deutsche Post AG/DHL ist dazu nicht in der Lage, wie wir auch leidvoll anhand der zahlreichen im letzten Jahr durch die Deutsche Post "verlorenen" Pakete feststellen konnten.

Die scheinbar verbraucherfreundliche Verteilung von Postfilialen wird in den nächsten Monaten stark rückläufig sein (in unserem Raum ist z.B. die nächste Filiale ab 01.10.2003 ca. 15 km entfernt). Durch die Einrich-tung von Postagenturen soll der Rückzug aus der Fläche (den die DB-AG ja schon erfolgreich hinter sich hat) wohl abgemildert werden, was für den Paketdienst mittelfristig wohl aber auch nicht mehr gelten dürfte. So sind in einigen deutschen Großstädten schon private Zusteller "im Auftrag der Post" unterwegs. Desweiteren munkelt man, daß ab März 2004 alle Paketzustellungen privat vergeben werden sollen. DHL/Deutsche Post AG wird damit zu einem x-beliebigen Paketdienst unter anderen. Als Konsequenz dieser Privatisierung wird dann eine Hinterlegung nicht zustellbarer Pakete bei der privaten Postagentur wohl sehr unwahrscheinlich werden. Oder glaubt jemand ernsthaft, daß ein Privatzusteller für Pakete bezahlt wird, die er nicht zustellen kann? Oder, daß eine private Postagentur auch nur einen 1m2 Platz zur Lagerung von Paketen unentgeltlich zur Verfügung stellt?

Denjenigen unter unseren Kunden, die eine gewisse Skepsis gegen eine Zustellung durch private Paket-dienste an die Heimatadresse haben, wollen wir an dieser Stelle zwei Alternativen anbieten. Zum Einen besteht die Möglichkeit, daß Sie uns eine gesonderte Zustelladresse nennen (Arbeitsplatz, Nachbar, Verwandschaft usw.), zum Anderen können Sie die Pakete auch weiterhin per DHL/Deutsche Post erhalten. In letzterem Fall müssen wir aber die tatsächlich angefallenen Versandkosten in Anrechnung bringen. Gründe hierfür sind die deutlich höheren Gebühren für uns und die durch uns zu veranlassende Anlieferung an der ab 01.10.2003 eingerichteten hiesigen Postagentur (in diesem Geschäft befindet sich übrigens bereits seit einiger Zeit eine DPD-Agentur ... man macht sich halt so seine Gedanken). Sollten Sie eine der beiden genannten Möglichkeiten in Anspruch nehmen wollen, füllen Sie bitte den Vordruck auf der nächsten Seite aus und übersenden uns diesen per Post oder Fax. Bei Kunden von denen wir keine entsprechende Mitteilung bekommen, gehen wir davon aus, daß ab 01.10.2003 eine Lieferung per GLS/GPS an die uns bekannte Adresse gewünscht wird.

Nicht betroffen vom Wechsel unseres Paketdienstes sind bis auf weiteres eventuell nötige Rück-sendungen. Aufgrund eines sehr günstigen Angebotes der Deutschen Post AG hierfür ( ... die Gedanken sind frei ...) gilt bis auf weiteres wie in unseren AGB aufgeführt:

... , teilen Sie uns dies umgehend telefonisch, per Fax oder schriftlich mit. Sie erhalten dann von uns eine "Freeway"-Paketmarke der Deutschen Post AG zur kostenlosen Rücksendung. Dies gilt für alle Rücksendungen ab einem Wert von 40.-- Euro. Unfreie Pakete können nicht angenommen werden. Bei Paketen, die frei an uns zurückgesandt wurden erfolgt keine Portoverrechnung. Rücksendungen haben innerhalb von 14 Tagen zu erfolgen. Dies gilt jedoch nur für originalverpackte Artikel ohne Gebrauchsspuren. Es erfolgt eine Verrechnung des Kaufpreises mit einem Neukauf oder wahlweise eine Rückerstattung. ...

Bevor wir Sie noch auf einige aktuelle Sonderangebote hinweisen möchten, stellen wir uns nur noch die Frage nach den Paketgebühren, die der Postshop an DHL bezahlen muß. Spätestens seit der "100 Jahre ADAC"-Sonderserie hat sich dieser ja auch von seiner Bindung an Postprodukte gelöst und ist somit ein Versender unter vielen geworden. Oder was hat eine Packung mit Modellbahnwagen aus der Produktion von Klein-Modellbahn, beladen mit WIKING-Autos und verpackt in einer Märklin-Schachtel mit der Post zu tun ??? ... Jetzt hätte ich doch fast die Übereinstimmung zwischen Post und ADAC nicht bemerkt: die Autos sind bei beiden (noch) Gelb.

Genug polemisiert (**); weiter geht es mit aktuellen Sonderangeboten ...

Ihr Thomas Pürner

(**) Jedwede wie auch immer geartete Polemik gibt natürlich nicht die Meinung von Modellbahn Pürner wider, sondern entspricht ausschließlich der Privatmeinung des Verfassers

Letzte Änderung: 07.11.2011 +

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