Rundschreiben 05/2004


Sehr geehrte(r) Modellbahnfreund(in),
sehr geehrte(r) Kunde/in,

die

die ersten
Blätter fallen
zwar noch nicht so schnell,
wie die
Neuheiten-Blätter
beim Handel eintreffen,

aber nicht nur deshalb wird es wohl unübersehbar
Herbst !!

Nachdem PIKO ja schon im Juli die ersten Herbstneuheiten angekündigt hatte, endet jetzt auch bei Rietze, ROCO und Tillig der Sommer 2004. Die zum Teil recht umfangreichen Neuheitenankün-digungen dieser Firmen finden Sie ab sofort in der Rubrik "Neuheiten" unseres Online-Katalogs.

Und angeblich sollen auch die meisten dieser Herbstneuheiten auch noch im Laufe des Jahres 2004 ausgeliefert werden. Ganz so selbstverständlich, wie dies auf den ersten Blick zu sein scheint, ist das ja leider nicht in allen Fällen. So gibt es bekanntermaßen durchaus einige Firmen, die schon mit der Liefe-rung ihres Standardprogramms überfordert zu sein scheinen. Ein sehr typisches Beispiel hierfür ist die Firma Kastner, die bekanntlich ja die Produktlinie der Firma Günther übernommen hat. Außer voll-mundigen Ankündigungen und einigen " wohl aus Günther-Restbeständen noch zusammenstellbaren - Bausätzen tut sich hier seit mehr als einem Jahr nahezu nichts. Ähnliches ist von den SES-Auto-modellen zu berichten. Auch hier scheint die Nachfolgefirma Modelltec nicht in der Lage zu sein (z.T. jahrealte) Rückstände aufzuarbeiten. Aber vielleicht gibt es den Barkas und den W 50 ja in nicht allzu ferner Zukunft bei einer " auch in qualitativer Hinsicht " zuverlässigeren Firma. Und über diverse Kleinserien-Herstellern für die Baugröße TT wollen wir einfach den Mantel des Schweigens hüllen.

Insgesamt sehr gut wäre die Lieferbarkeit der Landschaftsbaumaterialien der Firma Polák, wenn es nicht die Bäume gäbe. Ganz offensichtlich gibt es hier noch sehr große Schwierigkeiten beim Gestalten der optimalen Versandverpackung. Bestellungen für Polák-Bäume können wir daher zur Zeit nur als Vorbestellungen mit offenem Liefertermin entgegennehmen. Die Materialien selbst sind weitestgehend kurzfristig verfügbar.

Noch in diesem Jahr verfügbar sein sollen die WEINERT-Bausätze der Dh2t-ELNA-Dampflok (Letzt-auflage), der 03.10 und der 01 mit Altbaukessel sowie diverses "Kleinzeug". Alle anderen Bausätze, wie z.B. die BR 92.20 und die BR 94 werden erst in 2005 zur Auslieferug kommen. Dies gilt auch für die Fertigmodelle und Bausätze des Gliedertriebzugs "Senator" in H0. Der "Senator" für Spur N wird sogar erst im Jahr 2006 realisiert werden können.

Bei ROCO sind die umzugsbedingten Lieferprobleme im Moment fast schon spaßig zu nennen. Quasi druckfrische Bestellungen werden ausgeliefert und wenn es sich auch nur um zwei Wagenmodelle aus einer ursprünglich zweiseitigen Bestellung handelt. Beigepackt ist dieser Lieferung dann auch noch eine ebenfalls zweiseitige Auflistung der angeblich gerade ausgelieferten Neuheiten. Diese Neuheiten und schon länger bestellte Rückstände (auch der soeben gelieferten Wagenmodelle) können dagegen nicht geliefert werden. Wahrscheinlich hat bei dieser "Odysee im Packraum" der allwissende Computer HAL(lein) das Kommando übernommen .........

Lieferverzögerungen " ganz allgemein und weitgehend unabhängig von irgendeiner Firma " treten in letzter Zeit leider auch dadurch vermehrt auf, daß wohl bei den jeweiligen Herstellern nicht mehr in jedem Fall bei der Auftragserfassung die gebotene Sorgfalt aufgewandt wird. Wir versuchen dem entgegenzuwirken, indem wir in immer kürzeren Zeitabständen die Rückstände bei den Herstellern abgleichen. BEMO und WEINERT sind wohl die einzigen Hersteller, die durch eine sehr präzise Rückstandsführung in den letzten 20 Jahren kaum zusätzliche Arbeit mit Rückstandsabgleichen ver-ursacht haben. Andere, die wir hier jetzt nicht nennen wollen, sind dagegen nahezu monatlich Garant für eine zusätzliche Arbeitsstunde.

Dabei wären wir eigentlich mit Arbeit ganz gut ausgelastet. Dies scheint aber in der Branche nicht überall so zu sein. Anders können wir es uns zumindest nicht erklären, daß wir in diesem Jahr wieder-holt mit Herstelleranrufen bzw. Vertreterauftritten konfrontiert wurden, die unsere Preisgestaltung zum Anlaß hatten. Wohl angestoßen durch Mitbewerber wurden wir eindringlich und nachdrücklich gebeten unsere Preise anzuheben. Am besten auf das Niveau der UVP (unverbindlich [sic!!!] empfohlenen Verkaufs-preise)! Und dies trotz der Tatsache, daß es " aus gutem Grund " in der Bundesrepublik Deutschland ein gesetzliches Verbot für eine Preisbindung (und eigentlich auch für eine Preisempfehlung) gibt. Zumindest von einer Seite (übrigens eine etwas größere Firma, die seit einiger Zeit dem Fachhandel " unabhängig vom Umsatz - keine Rabatte mehr auf die Einkaufspreise einräumt) wurde angeregt, daß wir auf diese Preise dann individuelle Rabatte geben sollten. Wichtig sei aber, daß nach außen die UVPs angeben würden (Kommentar und Intepretation zu diesen Geschehnissen überlassen wir gerne Ihnen).

Zugegeben, dieser Vorschlag entbehrt nicht eines gewissen Charmes. Der Arbeitsaufwand für die Kal-kulation von jährlich ca. 40.000 Artikeln würde entfallen, der arbeitsfreie Teil der Nächte und Wochenenden damit signifikant länger und es würden auch die o.g. nachdrücklichen Bitten entfallen. Der Vorschlag hat aus unserer Sicht nur einen gravierenden Nachteil: er widerspricht vollständig unserer seit mehr als 20 Jahren verfolgten Verkaufsphilosophie. Und nachdem nicht alles schlecht ist, nur weil es älter als 3 Monate ist, werden wir diese erprobte und erfolgreiche Linie auch zukünftig nicht aufgeben.

Die "Anregung zur Rabattgewährung" wird in letzter Zeit aber nicht nur von Firmenseite an uns herangetragen, sondern verstärkt auch von Endabnehmerseite. Wenn auch bei Letzteren aus ganz anderen Beweggründen. Weshalb wir der grasierenden allgemeinen Rabattitis jedoch nicht folgen, haben wir bereits seit Frühjahr 2003 in der Rubrik "Preisgestaltung" " die aber wohl kaum gelesen

wird - auf unserer Website ausführlich erläutert.

"Rabatte laß Dir sagen,
werden vorher auf den Preis geschlagen"

war unmittelbar nach der Aufhebung des Rabattgesetzes ein intelligenter Radiowerbespot betitelt, mit dem ein nicht ganz unbekannter Medienkonzern darauf aufmerksam machte, daß sich an seiner günstigen Preisgestaltung nichts ändern würde. Dieser Spot wurde dann sehr schnell durch eine "eingängigere" und auf drei Worte beschränkte Werbung ersetzt. Aber das ist eine ganz andere Geschichte und ändert nach unserer Ansicht nichts am Wahrheitsgehalt des ursprünglichen Spots.

Daher möchten wir Ihnen an dieser Stelle unsere Sicht dieses Themas nochmals grundsätzlich darstellen:

Mit unserer "Messeliste" in herkömmlicher, analoger und papierener Hardware-Version und den damit verbundenen Vorbestellpreisen, sowie deren Entsprechung in unserem Online-Katalog (diese Artikel sind mit einem grünen "N"-Knopf gekennzeichnet) geben wir unseren Kunden seit mehr als 20 Jahren die Möglichkeit Neuheiten zu einem günstigen Vorbestellpreis zu bestellen. Unser Standardpreis für solche "Vorbestellartikel" wird nach Auslieferung des jeweiligen Artikels gültig und liegt in der Regel ca. 10% über den Vorbestellpreisen.

Wie unserer Stammkundschaft zudem seit vielen Jahren bekannt, gestalten wir aber auch unsere "Standard"-Preislisten durchgängig günstig (d.h. eben nicht das hochpreisige Lokmodell zum absoluten Schnäppchenpreis und dafür die Kleinteile ein bißchen teuerer). Diese Preisgestaltung funktioniert übrigens auch im Zeitalter der EDV nicht automatisch auf Knopfdruck und ist bei um die 40.000 Artikel mit einem nicht geringen Arbeits- und Zeitaufwand verbunden. Sie können also davon ausgehen, daß bei uns jeder Preis auf seine "Tragfähigkeit" geprüft ist und wir so günstig kalkulieren, wie es einerseits unsere Konditionen erlauben und es andererseits der kaufmännische Verstand gebietet (wir wollen nämlich nicht als "Super-Niedrigpreis-Seifenblase" zerplatzen, wie es der eine und andere ja schon vorgemacht hat).

Wir meinen, daß unser mehr als 20jähriger Auftritt im Modellbahnmarkt (davon zwischenzeitlich mehr als 7 Jahre mit Online-Katalog im Internet), verbunden mit einer umfangreichen Stammkundschaft, zeigt, daß wir mit unserer Philosophie - langfristig gesehen " wohl nicht allzu verkehrt liegen.

Nun scheint es aber - vorallem im Bereich des Internets - eine (fast schon zwanghafte) Mode-erscheinung geworden zu sein, nach Gesamtpaketpreisen, Vielbesteller-Konditionen usw. nicht nur zu fragen sondern diese als Bestellungsbedingung sogar einzufordern. Manchmal hat man auch den Eindruck, daß nicht der eigentliche Preis wichtig ist, sondern die Höhe des Nachlasses. Da wir aber reale Modelle zu einem reelen Preis verkaufen und keine Nachlaßprozente, möchten wir an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, daß Sonderkonditionen von uns grundsätzlich nicht eingeräumt werden.

Bestellungen und Anfragen mit Rabattwünschen usw.
können daher weder bearbeitet noch beantwortet werden.

Auch wenn es vielleicht manchem etwas altmodisch erscheint, sind wir nämlich der Meinung, daß es unfair ist unterschiedlichen Kunden unterschiedliche Preise zu machen.

Ihre Pürners


Es war einmal ...
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Letzte Änderung: 07.11.2011 +

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